Meldung vom 20.02.2020

UNIQA: 2019 wieder gewachsen

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  • Verrechnete Prämien um 1,2 Prozent auf 5.373 Millionen Euro gewachsen
  • Combined Ratio von 96,8 Prozent auf 96,4 Prozent verbessert
  • Ergebnis vor Steuern stabil bei 295,7 Millionen Euro – bereinigt um Casinoverkauf +19,5 Prozent
  • Dividendenvorschlag für 2019 um 1 Cent auf 0,54 Euro je Aktie angehoben
  • Ausblick: Ergebnis vor Steuern wird 2020 voraussichtlich auf dem Niveau von 2019 liegen

Pressetext (12545 Zeichen)Plaintext

  • Verrechnete Prämien um 1,2 Prozent auf 5.373 Millionen Euro gewachsen
  • Combined Ratio von 96,8 Prozent auf 96,4 Prozent verbessert
  • Ergebnis vor Steuern stabil bei 295,7 Millionen Euro – bereinigt um Casinoverkauf +19,5 Prozent
  • Dividendenvorschlag für 2019 um 1 Cent auf 0,54 Euro je Aktie angehoben
  • Ausblick: Ergebnis vor Steuern wird 2020 voraussichtlich auf dem Niveau von 2019 liegen

„Der Blick auf das abgelaufene Jahr 2019 zeigt eine positive Entwicklung der gesamten Gruppe: Prämien gestiegen, Combined Ratio gesenkt, Ergebnis – bereinigt um den Verkauf der Anteile an den Casinos Austria – um über 19,5 Prozent gestiegen“, fasst UNIQA CEO Andreas Brandstetter die Zahlen kurz zusammen. „Dieses Ergebnis wird es uns zum achten Mal in Folge ermöglichen, der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende – diesmal um einen Cent auf 54 Cent je Aktie – vorzuschlagen.“

Akquisition in CEE

Für das laufende Jahr hat UNIQA die Akquisition der AXA Töchter in Polen, Tschechien und der Slowakei bekanntgegeben: Damit steigert UNIQA die Anzahl der Kunden um fünf Millionen, die verrechneten Prämien um 800 Millionen Euro und die Anzahl der Mitarbeiter um rund 2.100. „Die Expansion ist ein Wachstumsschub für die Gruppe. Wir investieren in drei Wachstumsmärkte Osteuropas, die insgesamt über 50 Millionen Einwohner haben und die im Laufe der letzten Jahre wirtschaftlich viel stärker als Österreich gewachsen sind“, begründet der UNIQA CEO diesen Schritt. Mit Wachstumsraten von 3 Prozent im Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt das Bruttoinlandsprodukt dieser Länder deutlich über jenem Österreichs, das bei etwa 1,6 Prozent liegt. „Auch das Potenzial der Versicherungsmärkte war ausschlaggebend für diese Akquisition: In Österreich liegen die pro Kopf-Ausgaben für Versicherungen bei rund 2.000 Euro pro Jahr, in diesen drei Ländern zwischen 400 und 500 Euro“, so Brandstetter. Das zeigt sich auch im jährlichen Prämienwachstum der Versicherungswirtschaft: In Österreich soll es heuer 1,5 Prozent betragen, in Polen liegt es mit 6,2 Prozent, in Tschechien mit 6,8 Prozent und in der Slowakei mit 2,7 Prozent deutlich höher.

Solvenzquote bleibt stark

„Wir haben im Laufe der letzten Jahre konsequent an unserer starken Bilanz und an unserer Risikoposition gearbeitet. Wir sind sehr gut kapitalisiert und werden das auch nach der Übernahme der AXA Gesellschaften bleiben“, beschreibt Andreas Brandstetter die Eigenkapitalsituation von UNIQA. Die Zielquote für Eigenkapital – also die Solvency Capital Ratio – liegt bei UNIQA zwischen 155 und 190 Prozent. Nach der Übernahme wird diese im oberen Drittel dieser Bandbreite liegen. Das Closing wird für das vierte Quartal 2020 angestrebt.

Konzernstruktur

Im November 2019 wurde die Neuorganisation der UNIQA Konzernstruktur – mit dem Ziel, deutlich kundenorientierter, schlanker und effizienter zu werden – bekannt gegeben. Die vergangenen Wochen wurden daher genutzt, um unterschiedliche Varianten in Hinblick auf einfache, kostengünstige und rasche Umsetzbarkeit zu prüfen. Vor diesem Hintergrund werden nun, einerseits, Servicefunktionen und bestimmte Beteiligungen der Holdinggesellschaft, UNIQA Insurance Group AG, auf die Tochtergesellschaft UNIQA Österreich Versicherungen AG, sowie, andererseits das Rückversicherungsgeschäft der Holdinggesellschaft an UNIQA Re AG und/oder an UNIQA Österreich Versicherungen AG übertragen. Weiters wird die Holdingtochter UNIQA International AG – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen – mit UNIQA Österreich Versicherungen AG verschmolzen.

Ebenfalls bereits im November aufgezeigt wurde der Kern der neuen Struktur: Eine klare kundenorientierte Ausrichtung der gesamten Organisation durch die Etablierung von drei Vorstandsbereichen für „Kunde & Markt“, die von sechs Vorstandsbereichen mit Gruppenfunktionen unterstützt werden. Brandstetter: „Diese Struktur liefert uns nicht nur die richtige Basis für unser Strategieprogramm UNIQA 3.0, das wir heuer vorstellen werden. Sie gibt uns auch mehr Schlagkraft, um das Versprechen gegenüber unseren Kunden einzulösen, sie dabei zu unterstützen, sicher, besser und auch länger zu leben.

Vorläufige Konzernkennzahlen 2019 im Detail

Die gesamten verrechneten Prämien von UNIQA erhöhten sich 2019 – unter Berücksichtigung der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung in Höhe von 309,8 Millionen Euro (2018: 320,5 Millionen Euro) – um 1,2 Prozent auf 5.372,6 Millionen Euro (2018: 5.309,5 Millionen Euro). Im Bereich der Versicherungen gegen laufende Prämienzahlung gab es dabei einen erfreulichen Anstieg um 1,4 Prozent auf 5.267,9 Millionen Euro (2018: 5.196,7 Millionen Euro). Im Einmalerlagsgeschäft hingegen verringerte sich das Prämienvolumen plangemäß um 7,2 Prozent auf 104,6 Millionen Euro (2018: 112,7 Millionen Euro).

UNIQA ist 2019 strategiekonform gewachsen: Die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen 2019 um 2,6 Prozent auf 2.846,8 Millionen Euro (2018: 2.774,4 Millionen Euro). In der Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien im Berichtszeitraum um 4,1 Prozent auf 1.130,8 Millionen Euro (2018: 1.086,4 Millionen Euro). In der Lebensversicherung verringerten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung insgesamt um 3,7 Prozent auf 1.394,9 Millionen Euro (2018: 1.448,6 Millionen Euro). Der Grund dafür liegt unter anderem in der geplanten Rücknahme des Einmalerlagsgeschäfts.

Das abgegrenzte Prämienvolumen im Eigenbehalt (nach IFRS) wuchs sogar um 2,1 Prozent auf 4.861,1 Millionen Euro (2018: 4.760,7 Millionen Euro).

Im internationalen Bereich gingen die verrechneten Prämien geringfügig um 0,2 Prozent auf 1.561,2 Millionen Euro (2018: 1.564,6 Millionen Euro) zurück. Dabei nahmen die laufenden Prämien mit einem Anstieg um 0,2 Prozent auf 1.481,8 Millionen Euro (2018: 1.479,0 Millionen Euro) zu, gleichzeitig sanken die Einmalerlagsprämien planmäßig um 7,2 Prozent auf 79,5 Millionen Euro (2018: 85,7 Millionen Euro). Während die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung – vor allem getrieben von der über alle Sparten hinweg guten Entwicklung in Tschechien, Ungarn und Bulgarien – um 0,9 Prozent auf 1.076,9 Millionen Euro (2018: 1.067,4 Mil-lionen Euro) wuchsen, sanken sie in der Krankenversicherung von einem niedrigen Niveau um 3,9 Prozent auf 74,6 Millionen Euro (2018: 77,6 Millionen Euro). In der Lebensversicherung reduzierten sich die verrechneten Prämien (inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung) aufgrund der planmäßigen Rücknahme des Einmalerlagsgeschäfts um 2,4 Prozent auf 409,8 Millionen Euro (2018: 419,7 Millionen Euro).

Bei UNIQA Österreich erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung im Jahr 2019 um 1,8 Prozent auf 3.800,8 Millionen Euro (2018: 3.734,4 Millionen Euro). Die laufenden Prämien stiegen dabei ebenfalls um 1,8 Prozent auf 3.775,7 Millionen Euro (2018: 3.707,4 Millionen Euro). Die Einmalerläge reduzierten sich hingegen leicht um 7,1 Prozent auf 25,1 Millionen Euro (2018: 27,0 Millionen Euro). Während die verrechneten Prämien in der Schaden- und Unfallversicherung um 3,4 Prozent auf 1.760,7 Millionen Euro (2018: 1.703,5 Millionen Euro) stiegen, erhöhten sie sich in der Krankenversicherung sogar noch stärker um 4,7 Prozent auf 1.056,3 Millionen Euro (2018: 1.008,9 Millionen Euro). In der Lebensversicherung (inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung) reduzierten sie sich hingegen um 3,7 Prozent auf 983,9 Millionen Euro (2018: 1.022,0 Millionen Euro).

Die konsolidierten Versicherungsleistungen im Eigenbehalt stiegen im vergangenen Jahr nur geringfügig um 0,6 Prozent auf 3.657,1 Mil¬lionen Euro (2018: 3.633,7 Mil¬lionen Euro). Die Leistungen wuchsen damit schwächer als die korrespondierenden abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (+2,1 Prozent).

Die gesamten konsolidierten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb abzüglich der erhaltenen Rückversicherungsprovisionen und der Gewinnanteile aus Rückversicherungsabgaben stiegen im Geschäftsjahr 2019 um 7,0 Prozent auf 1.407,1 Millionen Euro (2018: 1.314,7 Millionen Euro). Die darin enthaltenen sonstigen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich aufgrund höherer Personal- und IT-Kosten um 8,0 Prozent auf 499,7 Millionen Euro (2018: 462,7 Millionen Euro). Im Rahmen des Innovations- und Investitionsprogrammes sind Aufwendungen in Höhe von 51,4 Millionen Euro (2018: 43,4 Millionen Euro) angefallen.

Die Gesamtkostenquote – das Verhältnis der gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den abgegrenzten Prämien einschließlich der Nettosparanteile der Prämien aus der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung – erhöhte sich aufgrund der oben dargestellten Entwicklung im abgelaufenen Jahr auf 27,2 Prozent (2018: 25,9 Prozent).

Die Combined Ratio nach Rückversicherung konnte im Zuge von relativ geringen Aufwendungen für Unwetterschäden trotz der gestiegenen Kosten auf Gruppenebene auf 96,4 Prozent (2018: 96,8 Prozent) gesenkt werden.

Das Kapitalanlageergebnis blieb 2019 trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds mit 585,2 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 585,0 Millionen Euro).

Der Kapitalanlagebestand der UNIQA Group (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltener Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierter Finanzanlagen und sonstiger Kapitalanlagen) erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag auf 20.624,8 Millionen Euro (31. Dezember 2018: 19.337,1 Millionen Euro).

Das versicherungstechnische Ergebnis der UNIQA Group sank 2019 deutlich um 25,2 Prozent auf 99,5 Millionen Euro (2018: 133,1 Millionen Euro). Das operative Ergebnis erhöhte sich leicht um 1,4 Prozent auf 354,9 Millionen Euro (2018: 350,1 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Steuern von UNIQA blieb trotz der Verschlechterung im versicherungs-technischen Ergebnis nahezu unverändert und stieg nur minimal um 0,4 Prozent auf 295,7 Millionen Euro (2018: 294,6 Millionen Euro). Auch das Periodenergebnis wuchs im Berichtsjahr um 0,6 Prozent auf 236,5 Millionen Euro (2018: 235,1 Millionen Euro). Der Ertragsteueraufwand verringerte sich 2019 auf 59,2 Millionen Euro (2018: 59,5 Millionen Euro), die Steuerquote betrug 20,0 Prozent (2018: 20,2 Prozent).

Das Konzernergebnis (den Aktionären der UNIQA Insurance Group AG zurechenbarer Anteil des Periodenergebnisses) belief sich auf 232,4 Millionen Euro (2018: 243,3 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie sank dadurch auf 0,76 Euro (2018: 0,79 Euro).

Das den Anteilseignern der UNIQA Insurance Group AG zurechenbare Eigenkapital erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 348,5 Millionen Euro auf 3.320,6 Millionen Euro (31. Dezember 2018: 2.972,1 Millionen Euro).

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) der UNIQA Group stieg 2019 leicht auf 13.038 (2018: 12.818). Davon waren 4.202 (2018: 4.271) als angestellter Außendienst im Vertrieb tätig. Die Anzahl der Arbeitnehmer in der Verwaltung betrug 8.836 (2018: 8.547).

Anmerkung
Alle Angaben zum Geschäftsjahr 2019 basieren auf vorläufigen und nicht geprüften Daten. Der finale Konzernbericht 2019 wird zeitgleich mit dem Nachhaltigkeitsbericht und dem Economic Capital Report am 16. April 2020 auf der Konzernwebseite www.uniqagroup.com publiziert.

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet UNIQA in Summe ein leicht steigendes Gesamtprämienvolumen. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ein Prämienwachstum von ungefähr 2 Prozent und in der Krankenversicherung ein Prämienplus von etwa 3 Prozent erwartet. In der Lebensversicherung wird hingegen von einer weiteren Prämienreduktion ausgegangen.

Bei der Combined Ratio strebt UNIQA auch 2020 eine weitere Verbesserung an.

Das Ergebnis vor Steuern wird 2020 voraussichtlich auf dem Niveau von 2019 liegen.

Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik beabsichtigt UNIQA die Ausschüttung um einen Cent auf 54 Cent je Aktie für das Jahr 2019 anzuheben.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Mitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung von UNIQA beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller uns zum aktuellen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr kann für diese Angaben daher nicht übernommen werden.

UNIQA Group
Die UNIQA Group ist eine der führenden Versicherungsgruppen in ihren Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE). Rund 20.000 Mitarbeiter und exklusive Vertriebspartner betreuen in 18 Ländern mehr als 10,1 Millionen Kunden. In Österreich ist UNIQA mit einem Marktanteil von rund 21 Prozent der zweitgrößte Versicherungskonzern. In der Wachstumsregion CEE ist UNIQA in 15 Märkten zu Hause: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Nordmazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Tschechische Republik, Ukraine und Ungarn. Darüber hinaus zählen auch Versicherungen in der Schweiz und Liechtenstein zur UNIQA Group.

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